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Preiskampf auf der Schiene

"Salzburger Nachrichten" Monika Graf 
 


   Wettbewerb. ÖBB und „Westbahn“ übertrumpfen sich kurz vor dem Start der Privatbahn mit Aktionen. 

  Monika Graf Wien (SN). Zwei Wochen vor dem Start der neuen „Westbahn“, die ab 11. Dezember den ÖBB auf der Strecke Wien–Salzburg Konkurrenz machen wird, bricht nun doch noch ein heftiger Preiskampf auf der Schiene aus. Nachdem die ÖBB am Mittwoch ihre neue Aktion „Auf in den Westen“, eine Zweite-Klasse-Zugfahrt um 15 Euro auf der gesamten Weststrecke (außer Freitag, Sonn- und Feiertag und Adventsamstag) zwischen Wien, Salzburg und bis Bregenz vorgestellt haben, kontert die „Westbahn“ nun mit 7,50-Euro-Tickets (statt zum Normalpreis von 23,80 Euro) für eine Fahrt zwischen Wien und Salzburg. Beide Aktionen sind bis Ende Jänner befristet und auch die Zahl der Tickets ist limitiert.


Wir haben versprochen, dass wir zum halben Preis der ÖBB fahren und dieses Versprechen halten wir auch“, sagt „Westbahn“-Sprecher Manfred Mader zu den SN. Ob es zulässig sei, dass die ÖBB auf einer mit öffentlichen Mitteln subventionierten Strecke wie Salzburg–Bregenz Dumpingpreise bieten, müsse die Wettbewerbsbehörden klären. Sollte die „Westbahn“ ihre Drohung wahr machen und gegen die vermutete Quersubventionierung bei ÖBB-Ticketpreisen klagen, wäre die Aktion aber „ein wunderbares Beispiel“. 

 Die Gründer der Privatbahn, der Bauindustrielle Hans-Peter Haselsteiner und der frühere ÖBB-Personenverkehr-Vorstand Stefan Wehinger, haben der Staatsbahn wiederholt vorgeworfen, dass die – im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz um ein Drittel – niedrigeren Ticketpreise der ÖBB nur durch hohe staatliche Zuzahlungen für unrentable Bahnstrecken möglich sind. Und sie prüfen derzeit eine Wettbewerbsklage. Bis 2019 erhalten die ÖBB pro Jahr rund 600 Mill. Euro für sogenannte Gemeinwirtschaftliche Leistungen. Außer dem Abschnitt Wien–Salzburg sind alle Zugstrecken in Österreich subventioniert. Relevant ist es deshalb, weil die „Westbahn“ angekündigt hat, genau so viel zu kosten, wie ÖBB-Vorteilscard-Besitzer (50 Prozent Ermäßigung) zahlen Die „Westbahn“-Führung betont, sie hoffe, dass es zu keinem Preiskampf komme, verspricht aber mitzuhalten. „Wir haben einen langen Atem, nicht nur der Steuerzahler“, sagt Mader. ÖBB: Aktion ist keine Kampfansage Auch bei den ÖBB will man die jüngste Aktion nicht als Kampfansage sehen. Die Billigtickets gebe es nur wegen der Fertigstellung des Westbahnhof-Umbaus (siehe dazu Meldung auf Seite 8), sagt eine ÖBB-Sprecherin. Selbstverständlich werde es aber immer wieder auf bestimmten Strecken oder zu ausgewählten Zeiten limitierte Angebote geben. Bereits seit Anfang September bieten die ÖBB im Internet Billigtickets für bestimmte, weniger ausgelastete Züge auf Strecken über 150 Kilometern in Österreich ab neun Euro an. 170.000 Tickets wurden bereits verkauft. Die Kritik der neuen Konkurrenz kann man bei den ÖBB nicht nachvollziehen: „Wenn die Kritik lautet, dass wir zu günstig sind, dann ist das nur im Sinne der Kunden“, sagte die Sprecherin.

Aktualisiert (Donnerstag, den 24. November 2011 um 12:00 Uhr)

 
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